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News & Trends  | 1 Apr 2025

Review: Adobe Summit 2025

Neueste Entwicklungen und Innovationen

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Artur Rutkiewicz

Auf dem Adobe Summit 2025 wurden eine Vielzahl innovativer Entwicklungen im digitalen Marketing präsentiert – in diesem Artikel werfen wir einen Blick auf die zentralen Neuerungen, spannende Highlights und zeigen auf, welche Chancen sich für Unternehmen in der digitalen Marketinglandschaft ergeben. 

Das Potenzial von AEP Real-Time CDP Collaboration

Ein Highlight des Adobe Summit 2025 war die AEP Real-Time Customer Data Platform (RT-CDP) Collaboration. Diese neue Funktion verändert grundlegend, wie Unternehmen ihre Daten in Publisher-Umgebungen aktivieren – sicher, effizient und mit großer Reichweite. Durch den Verzicht auf den Austausch von Identitäten und die Erweiterung der Aktivierungsmöglichkeiten bietet diese Lösung Marken neue Chancen, ihre datengetriebenen Marketingstrategien zu optimieren. 

Revolution in der Datenaktivierung

Ein bedeutender Vorteil der AEP RT-CDP Collaboration ist, dass Unternehmen ihre Kundendaten aktivieren können, ohne persönliche Identitäten preiszugeben. In der Vergangenheit tauschten Marken und Publisher oft identifizierbare Daten wie E-Mail-Adressen aus, um Zielgruppen anzusprechen. Doch mit strengeren Datenschutzvorgaben und dem Ende der Third-Party-Cookies wird dieses Vorgehen zunehmend schwieriger. Adobe bietet nun eine Lösung, die es Marken ermöglicht, mit ihren Zielgruppen auf Publisher-Plattformen zu interagieren, ohne die Privatsphäre der Nutzer:innen zu gefährden. 


Im Gegensatz zu herkömmlichen Datenfreigabe-Lösungen setzt die AEP RT-CDP Collaboration nicht auf Identitätsabgleiche. Stattdessen nutzt sie vertrauenswürdige Datenpartnerschaften und eine datenschutzfreundliche Methode innerhalb eines von Adobe verwalteten Data Cleanrooms, um Werbetreibende mit relevanten Zielgruppen zu verbinden. Dies ermöglicht es Unternehmen, neue Zielgruppennetzwerke zu erschließen und gleichzeitig strenge Datenschutzgesetze einzuhalten – besonders in Märkten wie der Europäischen Union, wo die Vorschriften besonders streng sind. 

Erweiterung der Zielgruppenreichweite und Maximierung des Engagements

Neben den Datenschutzvorteilen erweitert die AEP RT-CDP Collaboration auch die Reichweite von Zielgruppen. Durch die direkte Integration in Publisher-Umgebungen können Marken ihre bestehenden Zielgruppen aktivieren, ohne auf externe Identitätsabgleiche angewiesen zu sein. Dies erweitert die Targeting-Möglichkeiten und ermöglicht es Marketern, hochrelevante Nutzer:innen gezielt anzusprechen. 

Steigerung der Effizienz und Vereinfachung der Compliance

Ein weiterer wichtiger Vorteil der AEP RT-CDP Collaboration ist die Vereinfachung von Compliance- und Datenschutzprozessen, insbesondere durch die Cleanrooms im Adobe Ökosystem. Datenschutzbeauftragte äußern häufig Bedenken hinsichtlich der Zielgruppenaktivierung, besonders im Hinblick auf den Austausch von Benutzeridentitäten und die dafür erforderlichen Einwilligungen. Diese Lösung umgeht jedoch den direkten Identitätsaustausch – selbst für nicht-sensible Daten – und reduziert somit die regulatorische Komplexität. Unternehmen können dadurch schneller handeln und sicherstellen, dass sie den aktuellen Datenschutzstandards entsprechen. 


Zusätzlich fördert der verstärkte Einsatz von First-Party-Daten eine geringere Abhängigkeit von Third-Party-Tracking-Mechanismen. Da große Browser die Verwendung von Third-Party-Cookies zunehmend einschränken, bietet diese Funktion eine zukunftssichere Alternative, die der Entwicklung hin zu einer cookieless Werbewelt gerecht wird. Marketer können so präzisere Zielgruppenansprachen erreichen, ohne die Datenschutzrisiken herkömmlicher Datenfreigabemodelle einzugehen. 

Herausforderungen und offene Fragen

Trotz der zahlreichen Vorteile der AEP RT-CDP Collaboration bleiben einige Herausforderungen und Unsicherheiten bestehen. Eine zentrale Frage ist, welche großen Publisher an dieser Initiative teilnehmen werden. Der Erfolg dieser Funktion hängt stark von der Akzeptanz durch Plattformen wie Meta, Google und andere digitale Werberiesen ab. Ohne eine breite Unterstützung durch Publisher könnte die Effektivität der Zielgruppenaktivierung eingeschränkt sein. 


Ein weiterer potenzieller Punkt ist die Wahrnehmung des Datenschutzes. Obwohl diese Lösung keine direkte Identitätsweitergabe beinhaltet, könnten Datenschutzbeauftragte trotzdem fragen, ob Publisher durch die Aktivierungsmuster Rückschlüsse auf Nutzerprofile ziehen können. Eine mögliche Lösung könnte die Einführung kryptischer Benennungsrichtlinien für Zielgruppensegmente sein, um unbeabsichtigte Offenlegungen zu minimieren. 


Unklar bleibt auch, wie hoch die Erfolgsrate beim Zielgruppenabgleich tatsächlich sein wird. Es bleibt abzuwarten, ob Adobe eine transparente Einsicht in die gesamte Zielgruppenabdeckung auf Publisher-Seite gewährt oder ob Unternehmen lediglich die Aktivierungsleistung innerhalb ihrer eigenen Daten verfolgen können. Eine transparente Berichterstattung und entsprechende Messwerkzeuge werden entscheidend sein, um eine breite Akzeptanz dieser Lösung zu gewährleisten. 

So können Unternehmen AEP RT-CDP Collaboration nutzen

Unternehmen, die die AEP RT-CDP Collaboration implementieren möchten, sollten zunächst ihre aktuellen Zielgruppenaktivierungsstrategien prüfen und analysieren, wie diese Lösung in ihre übergeordnete Digitalstrategie integriert werden kann. 


Marketer sollten zudem ihre Segmentierungs- und Benennungsstrategien überdenken. Da Publisher keine direkten Identifikatoren erhalten, kann ein strukturiertes Vorgehen dabei helfen, Klarheit und Effektivität bei der Ansprache zu gewährleisten. Regelmäßige Performance-Überwachung sowie A/B-Tests sind ebenfalls wichtig, um Kampagnen kontinuierlich zu optimieren. 


Unternehmen sollten außerdem bereichsübergreifend zusammenarbeiten, um diese Funktion optimal zu implementieren. Marketing-, IT-, Datenschutz- und Compliance-Teams müssen eng abgestimmt sein, um sicherzustellen, dass die Aktivierungsstrategien sowohl den gesetzlichen Anforderungen als auch den geschäftlichen Zielen entsprechen. 

Wie diva-e bei der Implementierung von AEP RT-CDP Collaboration helfen kann

Als führender Anbieter von Adobe Experience Cloud Implementierungen bietet diva-e das nötige Fachwissen und die Erfahrung, um die AEP RT-CDP erfolgreich in Ihre Marketingstrategie zu integrieren. Wir unterstützen Sie End-to-End – von strategischer Beratung bis hin zur technischen Konfiguration – und helfen dabei, das volle Potenzial dieser innovativen Lösung auszuschöpfen. 

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Artur Rutkiewicz

Artur ist seit über 4 Jahren als Experte für digitale Marketingtechnologien bei diva-e und verfügt über fundierte Kenntnisse in den Bereichen Digital Analytics, Onsite Personalisierung, Customer Data Platformen, Online-Marketing, Vertrieb und Kundenbeziehungen. In verschiedenen Implementierungsprojekten hat er zahlreichen Unternehmen dabei unterstützt, ihre Online-Präsenz zu stärken, Umsätze zu steigern und die Kundenbindung zu verbessern. Seit Anfang 2024 ist er als Technical Advisor im Adobe MarTech & Commerce Team bei diva-e tätig.

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